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Little Switzerland

Samstag, 2. Juni 2012

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Der erste Blick aus unserem Zimmer in der Lodge war vielversprechend. Doch schon beim Frühstück zog eine dicke schwarze Wolkendecke auf, die sich rasch fortbewegte. Kurz nach der Abfahrt Richtung Grand Teton wurde uns demonstriert, dass der Yellowstone Lake wirklich gross genug ist, um sein „eigenes“ Wetter zu machen. Es goss in Strömen.


Im Grand Teton angekommen besserte sich das Wetter aber merklich, und wir wurden schon sehr bald auf eine grosse Menge geparkter Fahrzeuge und Menschen mit Fotoapparaten aufmerksam. Das liess uns nicht unbeeindruckt und wir wendeten, um ebenfalls nachzusehen. Wir wurden belohnt mit dem Blick auf einen relativ kleinen und dünnen Grizzly (ursus arctus horribilis), erkennbar an seinem Buckel. Offenbar hatte dieser nach dem Winterschlaf noch keine ausführlichen Fresstouren unternommen. Sonja wurde angesichts der Tatsachen, dass sich Bären mit über 60 km/h fortbewegen können und Allesfresser sind, doch etwas mulmig zumute.


In der Jackson Lake Lodge liessen wir uns in schöner Atmosphäre und mit  atemberaubenden Blick auf die Grand Tetons das Mittagessen schmecken.


Der Grand Teton Nationalpark ist eine wunderschöne Gegend, da wir aber von der schönen Schweiz verwöhnt sind, gab es abgesehen von den Wildtieren nichts Unbekanntes zu sehen.


Unsere Tagesdestination war Jackson Hole, wo wir im tollen Rustic Inn direkt an einem Bach untergebracht sind. Unser Zimmer ist riesig und, wie der Name schon sagt, rustikal und mit viel Holz eingerichtet. Roman behauptet sogar, bereits Holzwürmer gehört zu haben... Eine Bemerkung am Rande: nach Aufenthalten in zahlreichen Hotelzimmern sind wir zum Schluss gekommen, dass die Amis in Sachen sanitäre Anlagen noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind. Das Einstellen der Dusche auf eine annehmbare Temperatur gleicht jedes Mal einem langwierigen Intelligenztest, und einen anständigen Wasserdruck lassen neun von zehn Duschen vermissen. Kann das wirklich so schwierig sein?


Ein feines Znacht gab es in Jackson, einem im Westernstil gehaltenen Städtchen mit zahlreichen T-Shirtläden und Kunstgalerien. Ernsthaft, wie viele Leute können ein T-Shirt mit Jackson Hole Beschriftung gebrauchen? Aber offenbar funktioniert das Konzept, da im Ort auch im Winter dank des Skisports Betrieb herrscht. Etwas makaber muteten die grossen Bögen an den Eingängen zum Town Square an - hier wird offensichtlich gerne gejagt...


Im Million Dollar Cowboy Steakhouse genossen wir ein ausgezeichnetes Nachtessen. Morgen geht es weiter in die Wüste, in die Hauptstadt von Utah und Stadt der Mormonen: Salt Lake City.



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