header2

Fumarolen, Geysire, Schlammtöpfe und heisse Quellen

Freitag, 1. Juni 2012

DSC02503
DSC03277
DSC03271
DSC02580
DSC03333
DSC02574
DSC02524
DSC02543
DSC02557
DSC02579

Heute verbrachten wir den ganzen Tag im Yellowstone Nationalpark. Bereits um 7 Uhr in der Frühe sprangen wir aus den Federn, damit wir möglichst viele der einmaligen Plätze im Park besichtigen konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir als erste Station zum Old Faithful Geysir auf. Da wir die Eruption aber um wenige Minuten verpassten, waren wir bald wieder on the road.


Am Upper Geysir Basin und am Midway Basin entstanden die ersten eindrücklichen Fotos von der bizarren und unwirklichen Thermallandschaft (siehe rechts).


Weitere Haltestellen auf unserer Besichtigungstour waren das Norris Geysir Basin und die Mammoth Hot Springs. Der Yellowstone Nationalpark ist ein so genannter Hot Spot und liegt mitten auf einer divergierenden Verwerfung der Kontinentalplatten. Die ganze Umgebung ist ein einziger Supervulkan und die riesige Caldera - der Kraterrand - von der letzten Eruption vor mehreren Millionen Jahren lässt sich nur auf Modellen und Kartenausschnitten erahnen.


Auf dem ganzen Vulkangebiet werden 4 verschiedene so genannte hydrothermale Erscheinungen unterschieden: Fumarolen sind Löcher in der Erdkruste, aus denen heisse Gase strömen. Geysire sind die bekannten Fontänen, welche infolge eines Überdrucks an heissem Wasser in die Höhe schiessen. Schlammtöpfe bestehen zum grössten Teil aus Schwefelsäure, die sich aufgrund von Mikroorganismen im siedend heissen Thermalwasser bildet und heisse Quellen schliesslich sind Orte, an denen das durch Magma im Erdinnern erwärmte Wasser an die Erdoberfläche gelangt.


Nebst den vulkanischen Naturspektakeln liessen wir uns aber auch von den unterschiedlichsten Tierarten begeistern. So sahen wir Elche, Hirsche und Rehe, die bereits bekannten Büffelherden und verschiedene Vögel.


Romans persönliches Highlight in Sachen Tierwelt ereignete sich dann schliesslich am späteren Nachmittag. Aus sicherer Entfernung konnten wir eine Grizzlybärin mit zwei Jungtieren beobachten. Leider reichte die Zeit nicht, das Stativ im Kofferraum aufzubauen und so wurden die aus dem Auto heraus geschossenen Bilder mehr oder weniger deutlich.


Zum Abschluss des Tages, liessen wir uns doch noch die Show von Old Faithful zeigen und wurden dabei selbst von einem winzigen Beobachter aufmerksam gemustert. Der „Treue“ hat sein Timing nach einer Verschiebung der tektonischen Platten übrigens geändert; er speit jetzt nur noch etwa alle 80 Minuten Wasser (früher alle 50). Ausserdem ist er nicht mehr ganz so pünktlich ;-)


Das Nachtessen im Obsidian Dining Room in der Old Faithful Snow Lodge war das willkommene Gegenteil von gestern. Wir genossen das super Essen sehr.


Morgen geht es weiter in den Grand Teton Nationalpark, der im Reiseführer als „noch beeindruckender als sein grosser Bruder Yellowstone“ angepriesen wird. Wir sind zumindest schon mal sehr gespannt.



<< zurück | Übersicht | weiter >>