
Montag, 27. April 2015
Nein, das Wetter spielte nicht mit - überhaupt nicht! Was sich gestern im Wetterbericht ankündigte, war heute Morgen Tatsache geworden, als wir nach dem Aufwachen aus dem Fenster blickten. Dunkle Wolken und hoher Wellengang kündigten an, dass es wohl kein sonnenverwöhnter Lazy-Day am Strand werden würde. Was anfangs mit etwas Nieselregen begann, weitete sich bald zu einem veritablen Sturm aus.
So entschlossen wir uns bei strömendem Regen, die Naval Airforce Base mit ihrem nationalen Luftwaffenmuseum zu besuchen. Das Museum befindet sich tatsächlich auf dem Stützpunkt selber. Das hiess für uns, eine strenge Musterung an de Einfahrt zur Armeebasis und die Kontrolle unserer ID's: "Where are you going? To the museum?" "Yes, Sir!"
Es folgte - vor allem für Roman - eine ganz neue Erfahrung, denn die Militärstützpunkte hier sind ganz und gar nicht mit den Kasernen in der Schweiz vergleichbar. Hier sind es innerhalb der Zäune eigene Städte. Wir fuhren vorbei an Golfplätzen und Soldatenfriedhöfen aber auch an den Offiziers-Clubhäusern und Hauptquartieren mit wichtig klingenden Abkürzungen.
Das Museum bot dann sehr viel Einblick in die Geschichte der US-Luft- und Raumfahrt. Die Hallen sind vollgepackt mit alten Flugzeugen, darunter auch das erste Flugzeug, das den Atlantik überquert hatte und lustig anmutende Wasserflugzeuge mit dem treffenden Namen Duck. Bei schönem Wetter hätte man auch den Blue Angels, der amerikanischen Akrobatikstaffel, beim Training zuschauen können oder eine Tour entlang des Rollfelds machen können, wo noch zahlreiche Flugzeuge mehr ausgestellt sind. Wir begnügten uns aber mit dem Inneren des Museums und spannenden Ausstellungen zum Leben als Kampfpilot, auf Flugzeugträgern oder in Gefechtsbereitschaft im zweiten Weltkrieg.
Nach diesem spannenden Ausflug konnten wir uns beim besten Willen nicht dazu aufraffen, der Altstadt von Pensacola im strömenden Regen unseren Tribut zu zollen. So verbrachten wir den Rest des Tages mit Faulenzen im Hotel.
Morgen flüchten wir zurück in den Süden. Das ausnehmend schlechte Wetter ist nämlich auf den Panhandle beschränkt... Somit beschliessen wir die Entdeckungsreise im Panhandle Floridas mit ziemlich gemischten Gefühlen…