header2

Das Haus des Bären und die Stadt der Präriehunde

Mittwoch, 30. Mai 2012

DSC02367
DSC02329
DSC02333
DSC02345
DSC02340
DSC02358
DSC02349

Auf der heutigen Fahrt von South Dakota nach Wyoming machten wir einen Zwischenstop beim sagenumwobenen Devil‘s Tower, einem auffälligen Monolithen inmitten grüner Hügel und Kuhweiden. Der von den amerikanischen Ureinwohnern „Haus des Bären“ oder auf englisch „Bear Lodge“ genannte Berg spielt eine wichtige Rolle in der indianischen Mythologie und ist für zahlreiche Stämme ein heiliger Ort.


Der Legende nach spielten sieben Schwestern im Wald, als sie von einem riesigen Bären bedroht wurden. Sie beteten um Hilfe, und der Stein, auf dem sie standen, erhob sich in den Himmel. Der Bär konnte sie nicht mehr erreichen und schlug wütend seine Krallen in den Felsen. Die riesigen Kratzspuren sind heute noch zu sehen. Die sieben Schwestern sind zusammen mit dem Berg in den Himmel gefahren und sind heute noch jeweils in der Nacht am Firmament zu sehen: Die sieben hellsten Sterne der Plejaden.


Die geologische Erklärung für die Entstehung des Devil‘s Tower ist natürlich um einiges weniger spektakulär: Es handelt sich um einen erstarrten Lavapfropfen, der vor ungefähr 50 Millionen Jahren entstand.


Wir wanderten entlang der Basis rundherum und sahen an verschiedenen Orten Hinweise auf den spirituellen Charakter des Towers für die Indianer. An den Ästen von Bäumen werden farbige Gebetsbänder befestigt, welche einem besonderen Menschen gewidmet werden. Zum Teil steht ein Name darauf, andere sind mit Steinen und Hölzern geschmückt und sollen der jeweiligen Person in Not oder Krankheit helfen.


Bei der Weiterfahrt legten wir eine weiter Pause bei unseren alten Bekannten, den Präriehunden ein. Unweit des Devil‘s Towers liegt die Prairie Dog City, ein riesiges unterirdisches Tunnelsystem, welches die Nagetiere in beeindruckender Logik angelegt haben. Es gibt erhöhte Aufenthaltsräume und tiefer liegende Tunnel, welche bei starkem Regen geflutet werden.


Die Tiere selber bilden eine der sozialsten Gemeinschaften unter Amerikas Wildtieren. Sie sind in Clans strukturiert und betreiben untereinander eine ausgeklügelte Kommunikation. Verschiedenartige Schreie warnen zum Beispiel vor Gefahr oder geben Entwarnung. Wir beobachteten die kleinen Nager eine längere Zeit lang und konnten den Überflug eines Adlers und die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen und Warnungen auf dem Boden mitverfolgen.


Zum Abschluss des Tages konnten wir im Oliva‘s Kitchen - einem seht guten mexikanischen Restaurant - die mexikanische Gastronomie etwas näher kennen lernen.


Morgen geht es weiter via das von Buffalo Bill gegründete Westernstädtchen Cody in den Yellowstone Nationalpark.



<< zurück | Übersicht | weiter >>