
Montag, 28. Mai 2012
Nach einem kurzen Frühstück bei Starbucks verliessen wir Denver zeitig und fuhren nordwärts entlang der Rocky Mountains. Dieses Wochenende war in den USA nicht nur Pfingsten, heute wurde dazu noch der Memorial Day gefeiert. Neben dem Nationalfeiertag ist dies einer der wichtigsten amerikanischen Feiertage. Man gedenkt der gefallenen Soldaten in den verschiedenen amerikanischen Kriegen. Am Radio wird pausenlos patriotische Musik gespielt und die Flaggen werden auf Halbmast gesetzt.
Unterwegs machten wir einen Zwischenstop im Fort Laramie, wo wir unter anderem die Soldaten- und Offiziersunterkünfte besichtigten. Das historische Fort aus dem 19 Jahrhundert ist teilweise noch erhalten und wurde für die Besucher im damaligen Stil wieder hergerichtet. Ursprünglich zur Sicherung des Fellhandels bestimmt, wurde der militärische Stützpunkt immer mehr ausgebaut und wurde schliesslich das Zentrum für die amerikanischen Angriffe auf die ansässigen Indianerstämme.
Der weitere Weg führte uns über die endlosen Prärie- und Wiesengegenden von Wyoming und South Dakota. Zum Glück konnten wir uns auf den schnurgeraden Autobahnen auf unseren Tempomaten verlassen - andernfalls wäre die doch etwas eintönige Fahrt wohl etwas ermüdend geworden.
Für die nächsten zwei Nächte werden wir in Hill City übernachten. Das kleine Westernstädtchen liegt mitten in den Rocky Mountains und ist nur ein Katzensprung von einem der berühmtesten Wahrzeichen der USA entfernt: Dem Mount Rushmore Monument. Die riesigen, in Stein gemeisselten Köpfe der Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln locken in der Hochsaison pro Tag bis zu 2‘500 Besucher an. Alle vier prägten die Geschichte der USA entscheidend.
Leider, leider verpassten wir anlässlich des Memorial Days die grosse Festzeremonie heute Abend, bei welcher verschiedene Ansprachen zum Thema Patriotismus und Armee gehalten werden und zur Nationalhymne der „Fahnentürk“ abgehalten wird - wirklich schade...! ;-)
Stattdessen beobachteten wir bei der Rückfahrt in unser Hotel einen Fischadler (engl. Osprey) bei der erfolgreichen Jagd.
Das Nachtessen im Restaurant unseres Hotels war klein aber fein. Morgen werden wir die Badlands und den Custer State Park besuchen, welche für ihre diverse Flora und Fauna berühmt sind. Insbesondere Roman freut sich auf spektakuläre Bilder von Büffelherden ;-)