
Mittwoch, 23. Mai 2012
Nach dem Motto „früher Vogel fängt den Wurm“ verliessen wir heute zeitig unser Hotel in Page und verabschiedeten uns vom Lake Powell.
Ausnahmsweise war unser Timing perfekt - die geführte Tour durch den Antelope Canyon startete unmittelbar nach unserer Ankunft auf dem Parkplatz. Und somit hiess es zum ersten Mal für heute: It‘s gonna be a bumpy ride! Drei Meilen Sandpiste in einem offenen Truck führten uns zum Eingang des Canyons. Wieder einmal wähnten wir uns in der Düse eines Heissluftgebläses, ausserdem bekamen wir auch gleich die erste Dosis Sand in die Schuhe und zwischen die Zähne.
Der Antelope Canyon ist schlicht atemberaubend! Die Beleuchtung von oben variiert mit jedem Schritt und die vom Wasser bearbeiteten, geschwungenen Wände der Corkscrew-Canyons (Schraubenzieher-Schluchten) bieten ein berauschendes Schauspiel aus Formen und Farben. Zum Glück war Roman mit Kamera und Stativ auf die schwierigen Lichtverhältnisse vorbereitet - das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Nach rund zwei Stunden Fahrt über ein Hochplateau (auf bis zu 2‘000 Meter über Meer) kamen wir schliesslich im Monument Valley an. Ein kurzer Blick in die Broschüre und von der Aussichtsplattform zeigten, dass man auf einfache Weise schon einen spektakulären Ausblick geniessen konnte. Wie so oft war für das wirkliche Schauspiel aber ein Zusatzaufwand notwendig. Und so mussten wir uns zum zweiten Mal am heutigen Tag auf einen „very bumpy ride“ gefasst machen. Diesmal musste unser leidgeprüfter Chevy dran glauben und die 17 Meilen lange Schotterpiste ins Herz des Monuments bewältigen. Da er dies ohne Murren und Mätzchen absolvierte, ist der Impala heute wieder deutlich in unserer Gunst gestiegen.
Es ist spektakulär, was die Natur im Monument Valley geschaffen hat! Die Mesas, Buttes und Spires sind Steinmonumente unterschiedlicher Erosionsstufen.
Nach diesem Traumtag übernachten wir jetzt in einer Lodge mit Blick auf einige der grössten Monuments. Da stört es auch nicht, dasss immer noch Sand zwischen den Zähnen knirscht ;-) Das Nachtessen werden wir hier in der Lodge geniessen.
Morgen geht es weitere drei Stunden ostwärts, über die Staatsgrenze in den Bundesstaat Colorado, in den Mesa Verde Nationalpark.