
Sonntag, 26. April 2015
Nach einem weiteren Tag on the road sind wir heute am äussersten Ende des Panhandle, in Pensacola angelangt. Die Fahrt hierhin war um einiges spannender als die der letzten beiden Tage. Während sich die Strasse der Küstenlinie entlang zog, konnten wir die malerischen Strandörtchen entlang der Strecke bewundern und wir staunten darüber, wie viele verschiedene Kirchen hier mit riesigen Schildern um die Gunst ihrer Schäfchen buhlen.
Die historisch bedeutende Stadt Pensacola wird aufgrund ihrer wechslenden Kolonial- und Herrschaftsmächte auch "Stadt der 5 Flaggen" genannt: Spanier, Franzosen, Briten, Konföderierte und Amerikaner. Heute ist diese Region Floridas vor allem militärisch von strategischer Bedeutung. Aufgrund des schönen Wetters und der klaren Sicht eignet sich der Standort ausgezeichnet für jegliche Form der Aviatik. So ist hier das United States Air Force Command for Special Operations angesiedelt und der hiesige Luftwaffenstützpunkt ist unter anderem die Homebase für die Kunstflugstaffel "Blue Angels", die amerikanische Version der Patrouille Suisse. Und schliesslich spielt hier auch die TV-Serie "Pensacola - Flügel aus Stahl".
Aber auch andere international tätige Organisationen mit drei Buchstaben, über die man nicht spricht, haben ganze Landstriche eingezäunt und ihre wichtigen Gebäude dahinter verschanzt...
Pensacola ist ausserdem berühmt für seine schneeweissen Sandstrände. Aufgrund der Meeresströmungen im Golf von Mexiko, treffen hier die Wellen in einem 90 Grad Winkel, in kurzer Folge und voller Energie auf die Küste. Dies bewirkt zwar gefährliche "Riptides", also Strömungen, die direkt vom Land ins offene Meer hinaus ziehen aber andererseits auch feinst zerriebenen Sand.
Wir haben hier für die kommenden zwei Nächte unser Zimmer im Holiday Inn Resort bezogen und konnten am Nachmittag noch die letzten Sonnenstrahlen am Pool geniessen. Für das Nachtessen sind wir dann durch Zufall im Cactus Flower gelandet, einem mexikanischen Restaurant an der Uferpromenade. Schon als die Kellnerin nach der Aufnahme unserer Bestellung lachend meinte "you gonna be very full" hätten wir argwöhnisch werden sollen. Die Portionen sind auch hier typisch amerikanisch, also riesengross. Weder Sonja noch Roman hielten durch und konnten sowohl Vorspeise als auch Hauptgang fertig essen - ausgezeichnet aber einfach too much...!
Morgen geht es einerseits auf Entdeckungstour durch das historische Pensacola und andererseits werden wir - vorausgesetzt das Wetter spielt mit - einen ruhigen Nachmittag am Strand verbringen.