
Dienstag, 28. April 2015
854 Kilometer - was wir auf der Hinfahrt in 3 Etappen, respektive in 3 Tagen gefahren sind, fuhren wir heute in 9 Stunden und in einem Stück retour: Von Pensacola zurück nach Longboat Key bei Sarasota. Zugegeben, es ist etwas "gspunne" aber wir hatten genug vom schlechten Wetter und den Temperaturen unter 20 Grad.
Die Fahrt war geprägt von schnurgeraden Autobahnen und gelegentlichen Zwischenstops um die Beine etwas zu vertreten. Da wir den ganzen Tag auf Achse waren, hatten wir doch auch das eine oder andere Erlebnis. So flog uns zum Beispiel mitten auf der Autobahn plötzlich ein Lastwagenreifen entgegen. Hier in den USA ist es üblich, dass die Fahrzeuge ihre Reifen bis zuletzt abfahren und das endet meist mit einem Knall und fliegenden Pneufetzen. Da heute genau dies einem Lastwagen auf der entgegenkommenden Fahrbahn passierte, sahen wir uns schon mit einer unfreiwilligen Begegnung der unangenehmen Art konfrontiert. Zum Glück hielt die Leitplanke in der Mitte das hüpfende Rest-Rad aber auf.
Etwas später sahen wir schon aus einiger Entfernung zwei Helikopter am Himmel über der Autobahn kreisen. Wie sich herausstellte, ereignete sich - wieder auf der Gegenfahrbahn - ein derart spektakulärer Unfall, dass mehrere Feuerwehrautos, Ambulanzen und duzende Polizeiautos die Autobahn kurzerhand absperrten, was zu einem kilometerlangen Stau führte.
Hier bei Sarasota liegen die Temperaturen wieder bei angenehmen 30 Grad und das Wetter schien während der Fahrt auch wieder um einiges freundlicher zu werden. Da es uns im Longoat Key Club Resort letzte Woche so gut gefallen hatte, entschieden wir uns, auf unserer Rückfahrt nach Miami hier zwei weitere Nächte zu verbringen. Diesmal haben wir ein Zimmer mit Blick auf den Golfplatz und die dahinter liegende Bucht von Sarasota. Aus dieser winkten uns vor dem Nachtessen doch tatsächlich zwei Seekühe zu. Die grossen, langsamen und ungefährlichen Meeresbewohner lockten durch ihre Spielerein im Wasser zahlreiche Zuschauer an. Leider bleiben wir dabei auch etwas länger stehen und boten dadurch den hungrigen Mücken eine willkommene Abendmahlzeit.
So pflegen wir nun unsere Mückenstiche und geniessen das sagenhafte Zimmer in unserem Traum-Resort. Morgen sollte endlich wieder einmal ein erholsamer Tag am Strand drin liegen.