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Regenwald trifft Pazifik

Samstag, 15. November 2014

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Eigentlich wollten wir ja ursprünglich von Cairns in südlicher Richtung entlang der Küste nach Sydney fahren, nun sind wir für die erste Nacht im Camper im Gegenteil 75 Kilometer weiter nördlich von Cairns gelandet. Aber eines nach dem andern.


Die Übernahme unseres KEA‘s dauerte heute Morgen über 2 Stunden. Anstehen, Formulare ausfüllen und schliesslich ein ausführlicher Crashkurs von Dirk, der uns das Fahrzeug in allen seinen Spezifikationen erklärte: Fahrer- und Beifahrersitz umdrehen, WC-Tank leeren, Frisch- und Abwasser anschliessen, Stromversorgung (mit und ohne Solarpanel auf dem Dach), Klapptisch und Stühle und, und, und... Der Kurzbeschrieb des Fahrzeugs ist übrigens „Aussie-Proof“, also so formuliert und vor allem illustriert, dass ihn auch ein Australier verstehen würde... Dies versicherte uns zumindest der Neuseeländer Dirk mit einem verschmitzten Lächeln und einem Augenzwinkern.


Wir haben wirklich einen Camper mit allen Schikanen, der keine Wünsche offen lässt. Das Ding hat sogar eine Klimaanlage, einen Fernseher und einen eigenen Wi-Fi Router für Internet on the road - wie cool ist das denn? :-)


Es folgte eine kleine Shoppingtour im Woolworth, wo wir uns mit den nötigsten Lebensmitteln eindeckten. An der Kasse erlebten wir dann wieder den Unterschied zwischen der Schweiz und Australien. Hier beginnt die Kassiererin sofort mit nettem Smalltalk und so erfuhren wir, dass der heutige Tag besonders anstrengend sei, weil nun der Weihnachtsverkauf begonnen habe. Ausserdem erkannte sie unseren Dialekt, weil ihr Vater Schweizer ist.


Wie bereits erwähnt, war unserer ursprünglicher Plan eigentlich, mehr oder weniger direkt entlang der Küstenlinie von Cairns nach Sydney zu tuckern. Da aber bereits in Yulara die ersten Leute von einem fantastischen Städtchen im Norden von Cairns schwärmten und wir auch in Cairns mehrmals über weitere solche Hinweise stolperten, erleben wir nun unsere erste Camping-Übernachtung in Port Douglas. Die Strasse dorthin war zwar kurvenreich, aber absolut fantastisch, da sie sich entlang von Sandstränden und türkisblauem Meer schlängelt.


Port Douglas ist vor allem berühmt für seinen „Vier-Meilen-Strand“, den wir natürlich gleich nach unserer Ankunft inspizierten. Hier trifft der tropische Regenwald direkt auf den Pazifik, was in Kombination mit dem unendlich scheinenden Sandstrand einen atemberaubenden Anblick bietet.


Leider sind hier aber zur Zeit im Meer ein paar Quallen aktiv und so war nur ein kleiner Wasserabschnitt zum Baden geöffnet. Dieser war dafür umso mehr mit Netzen im Wasser und einem sehr aufmerksamen Rettungsschwimmer „beschützt“.


Wir hatten ja in der Wüste beim Uluru im Roten Zentrum unter anderem zwei Engländer am Tisch... Genau diese zwei kamen uns hier zufälligerweise nach dem Nachtessen mit einem lächelnden „hello again“ wieder entgegen. Die (Touristen-)Welt ist also auch hier sehr klein und nun wissen wir, wieso die Australier zum Abschied immer „see you later“ sagen ;-)


Morgen geht es nun aber definitiv südwärts und wir sind im Reiseführer und auf der Strassenkarte bereits auf der Suche nach dem nächsten Campingplatz.



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