
Freitag, 14. November 2014
Beim Aufstehen bot sich ein seltsames Bild. Der Himmel über der Wüste war nach wie vor wolkenverhangen und auf der Veranda war ein stetiges Tröpfeln zu sehen. Regen in der Wüste - und das mehr oder weniger den ganzen Tag! Was wir doch für ein Wetterglück hatten mit unserem Sound of Silence Dinner und dem Fussmarsch um den Uluru!!!
Da unser Flug nach Cairns erst um 15:25 startete, war die Warterei im Resort wegen des Wetters und am Flughafen wegen der fehlenden Unterhaltung etwas mühselig (der Yulara Airport hat gerade mal 2 Schalter, eine Sicherheitskontrolle und zwei Gates ;-)). Der zweieinhalbstündige Flug nach Cairns war dann zum Glück ebenso ereignislos, mal abgesehen davon, dass eine ganze Reisegruppe nach dem Start eine Sitzplatzrochade machte. Was das wohl sollte?
Am Flughafen in Cairns fiel dann vor allem die japanische Beschriftung auf allen Tafeln ins Auge, die Stadt scheint ein Einfallstor für die Touristen aus Asien zu sein. Hier war es heute tatsächlich wärmer (28°C) als am Uluru, und wir genossen die üppige grüne Pflanzenwelt, die lebhafte Uferpromenade und vor allem das Meer mit ganz neuen Augen nach zwei Wochen Hitze und Trockenheit. Nach einem Spaziergang und einem Nachtessen an der Uferpromenade sind wir nun zurück im Hotel. Schon wieder kommen wir Dank unseres Honeymooner-Status zu einem Upgrade zur Suite und zu Champagner und Schokolade. Da könnte man sich direkt daran gewöhnen ;-).
Morgen geht es aber ganz anders weiter, wir werden nämlich den Camper in Empfang nehmen und uns ins 14-tägige Campingabenteuer entlang der Ostküste stürzen.
Da es heute kaum Bilder gibt und wir nicht viel über die Landschaft berichten können, hier noch einige Facts zur Tierwelt, die wir während der Reise aufgeschnappt haben:
Bats (Fledermäuse):
gibt es in Cairns en masse, auf unserem kurzen Spaziergang zählten wir mindestens 10 sehr grosse Exemplare (Spannweite ca. 75 cm).
Cats:
sind nicht zwingend gerne gesehen in Australien, da sie gefährdeten einheimischen Tieren zu Leibe rücken, z.B. kleinen Beuteltieren. Im Alice Springs Desert Park treibt seit Jahren eine einzige Katze ihr Unwesen, der selbst ein erfahrenes Team aus Tierpflegern bisher nichts anhaben konnte…
Toads (Kröten):
die sogenannten Cane Toads sind in den tropischen Gebieten anzutreffen und eine wahre Plage, da sie sich unkontrolliert vermehren und einheimische Arten gefährden. Die Bewohner dieser Gebiete werden aufgefordert, den Viechern zu Leibe zur rücken. „The most human way“ das zu tun, ist die Kröte mit einer Plastiktüte zu fangen und über Nacht in den Tiefkühler zu legen. Naja….
Wenig zimperlich verfahren die Aussies auch mit anderen eingeführten Arten - wilde Büffel wurden komplett ausgerottet, da sie Träger von Tuberkulose waren.
Wilde Schweine (nein, keine Wildschweine): sind auch keine gern gesehenen Gäste, da sie das fragile Miteinander von Pflanzen und Tieren durch unkontrollierbare Wühlaktionen stören. Derart zugerichtetes Erdreich braucht Jahre, um sich von dieser Attacke zu erholen.
Fliegen:
Hier sind nicht Mücken eine Plage sondern die Fliegen. Die kleinen Biester sind von Perth bis Uluru überall und ziemlich ärgerlich. Wir nevten uns schon mehrmals so gewaltig, dass wir bald einmal eine Spraydose „Bushman“ gekauft haben - das australische Antibrumm. Dummerweise scheint das Gemisch die Fliegen trotzdem wenig zu interessieren und so nerven sie weiter...
Morgen beginnt dann die gorsse Campingtour hinunter bis nach Sydney.