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Tage wie dieser...!

Sonntag, 16. November 2014

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Unsere erste Campingnacht in Port Douglas fand ihr Ende, als sich unser Camper in der Morgensonne gegen 7:15 langsam aber sicher in eine Sauna verwandelte. Nach einem gemütlichen Frühstück verliessen wir unsere erste Station in Richtung Süden und noch einmal ergötzten wir uns auf dem Captain Cook‘s Highway an der fantastischen Landschaft.


Nachdem wir Cairns verlassen hatten nahm die Besiedlung deutlich ab und machte einer grünen Gegend mit bis zu 1‘700 m hohen „Hügeln“ Platz. Der Zuckerrohranbau wird hier in den „wet tropics“ intensiv betrieben, ebenso sahen wir zahlreiche Bananenplantagen. Unzählige Palmen und prächtige Bäume mit roten Blüten rundeten das Bild ab.


Auch hier sind heftige Regenfälle und Überschwemmungen möglich. Von den Locals erfuhren wir aber, dass seit über drei Monaten kein Regen mehr gefallen sei. Das Wetter kann hier auch furchtbare Kapriolen schlagen, unser Tagesziel South Mission Beach wurde 2011 von einem Zyklon verwüstet.


Wir haben uns nun an einem Campingplatz direkt am Meer eingerichtet, und müssen eigentlich nur entscheiden, welchen Abschnitt des 15 km langen Sandstrands wir in Anspruch nehmen möchten. Die Einrichtungen sind super, es gibt einen Pool, zahlreiche saubere Duschen und WCs. Auch etwas Arbeit war nach zwei Wochen Ferien nötig, dazu verliessen wir uns auf die leistungsfähigen Waschmaschinen, die Sonne und den Wind.


Nach Erfüllung dieser Pflicht stürzten wir uns ins warme Badevergnügen. Der einzige Wermutstropfen sind die Marine Stingers, Quallen, die hier ziemlich verbreitet sind und mit Netzen von kleinen, überwachten Strandabschnitten abgehalten werden. Überall sonst gilt: Baden auf eigene Gefahr...


Den Abend geniessen wir unter Palmen mit Blick auf den Sternenhimmel vor unserem Camper und lauschen den Geräuschen der zahlreichen Vögel und Insekten. That‘s life!


Eine Camperlektion haben wir heute gelernt: Nie ohne eigene Optionen fürs Nachtessen anreisen! Wir haben uns hier so gut installiert, dass wir am Abend schlicht keine Lust hatten, zu den 5 Kilometer entfernten Restaurants zu fahren. Das Essen auf dem Campingplatz (Sandwich und Pizza) war dann nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight... Tja, da erkennt man die Anfänger ;-). Morgen sind wir auch noch hier und werden gewappnet sein.


Noch immer ausserordentlich gewöhnungsbedürftig ist die Weihnachtsdeko mitten in dieser tropischen Stimmung.


Und noch ein Beitrag zur Rubrik „seltsame Viecher“: in dieser Gegend treibt ein geheimnisvoller, truthahnähnlicher Vogel, der Cassowary (dt. Kasuar) sein Unwesen. Er scheint eine Art Wappentier zu sein, ist gefährdet und soll deshalb möglichst nicht überfahren oder gefüttert werden ;-). Allerdings hat der Vogel ein einigermassen grosses Aggressionspotential und kann mit beiden krallenbewehrten Füssen gleichzeitig angreifen. Der Cassowary ist offenbar so selten, dass wir ihn (zum Glück) noch nicht gesichtet haben.



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