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Durchgeschüttelt

Dienstag, 11. November 2014

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Um 8 Uhr heute Morgen nahmen wir den heutigen Abschnitt unter die Räder und fuhren weiter auf unserer Strecke Richtung Uluru. Etappenziel war die Kings Canyon Lodge, welche in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen Canyon liegt. Wir wussten aber schon bei unserer Abfahrt, dass die Strassen bis zu unserem Ziel nicht unbedingt lange den gewohnten (befestigten) Zustand aufweisen würden. So kam es dann auch, dass wir nach zirka einer Stunde auf unbefestigtes Terrain wechselten, was für den Rest der Fahrt eine holprige Schüttelbecher-Aktion bedeutete.


Mehrmals machten wir uns etwas Sorgen um unsere Reifen und das Chassis im Allgemeinen, aber auch der Mitsubishi aus Alice Springs hielt den Strapazen bis zum Schluss stand. Hätte man uns unterwegs gefragt, hätten wir uns eher auf dem Mars vermutet als auf der Erde, denn die knallrote Umgebung mit den Bergen kennt man sonst nur aus entsprechenden Science Fiction Filmen. Da uns zudem auf der ganzen Strecke während insgesamt 260 Kilometern gerade einmal zwei Autos entgegen kamen, mussten wir diesen Umstand für die Geschichtsbücher bildlich festhalten ;-)


Kräftig durchgeschüttelt und etwas ermüdet von der Holperstrecke, erreichten wir gegen Mittag unsere Lodge. Beim Mittagessen mussten wir feststellen, dass die hier herrschende Hitze tatsächlich nicht für jedermann ganz optimal ist. So konnten wir beobachten, wie ein japanischer Tourist am Rand eines Hitzschlages mit kaltem Wasser versorgt werden musste. Wir zogen unsere Lehren daraus und verhielten uns etwas vernünftiger... und legten erst einmal eine Siesta am Hotelpool ein.


Das für heute geplante Highlight, eine Wanderung entlang der Bruchkannte des Kings Canyon, fiel damit leider der grossen Hitze zum Opfer. Ab 11 Uhr am Morgen wird der Pfad nämlich gesperrt und entsprechende Schilder und Videokameras sollen wagemutige (oder dumme) Touristen von unüberlegten Aktionen abhalten. Wir kamen bei knapp 40°C auch gar nicht wirklich in Versuchung...


So entschieden wir uns für einen kurzen Spaziergang im kühleren Innern des Canyons, wo wir uns von den markanten Felsformationen und der üppigen Pflanzenwelt beeindrucken liessen.


Wieder zurück in der Lodge, freuten wir uns auf das klimatisierte Zimmer. Dieses ist riesig, ca. 4 Meter hoch und bietet auch sonst so einige Vorzüge.


Hier, mitten im Outback besteht kein Natelempfang und wir haben nur ab und zu einen sehr beschränkten Zugang zum Internet. Trotzdem werden wir natürlich alles daran setzen, euch über unsere weitere Reise auf dem Laufenden zu halten. Morgen werden wir ein weiteres Highlight erreichen: Uluru - besser bekannt als Ayers Rock.



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