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The Red Centre

Sonntag, 9. November 2014

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Um 4.30 Uhr, mitten in der Nacht, war heute Tagwache angesagt. Zum Glück hatten wir gestern Abend schon das meiste gepackt und vorbereitet aber es war auch so ganz schön... früh halt.


Die Mietwagenrückgabe und das Check-in am Flughafen in Darwin verliefen reibungslos und so landeten wir bereits um 9 Uhr in Alice Springs, im roten Zentrum von Australien. Schon während des Fluges konnten wir beobachten, wie sich die Landschaft unter uns wieder veränderte. Die üppigen, tropischen Regenwälder wichen schon bald der kargen, roten Landschaft des Outback. Wieder überflogen wir diverse Salzseen und landeten nach einem kurzen Flug inmitten von Gebirgszügen, den etwa 150 km langen MacDonnell Ranges. Das Wetter ist übrigens nach wie vor sehr heiss aber kein Vergleich zur feuchtwarmen Waschküche an der Nordküste. Auch wenn sich die Temperaturen hier im ähnlichen Rahmen bewegen, ist die Luftfeuchtigkeit bedeutend geringer und damit auch viel erträglicher.


Unser erster Stop in der neuen Umgebung war der Alice Springs Desert Park, wo die verschiedenen Typen der Wüste und ihre Lebewesen erklärt werden. Der erste Kurs war dann auch ein „Wüsten-Überlebenstraining“, welches uns von einem Aborigine vermittelt wurde. Er erklärte uns von Waffen (vom Holzstock für die Frauen bis zum Bumerang der Männer) über Nahrungsmittel (hauptsächlich Beeren, Früchte und Insekten) bis zur Busch-Medizin die jahrtausende alten Geheimnisse und Gebräuche der Aborigines.


Ein weiterer Teil der Ausstellung befasste sich mit den einheimischen Wüstentieren. Ein begeisterter Ranger erzählte uns zu praktisch jedem Tier eine selbst erlebte Geschichte. Wir lernten so zum Beispiel den „Dornigen Teufel“ (Thorny Devil) kennen, der als einzige Speise Ameisen frisst und diese Beutekunst im Verlauf der Jahrtausende perfektioniert hat. Die Ameisen werden so schnell verschlungen, dass sie nicht einmal Zeit haben, ihre Artgenossen zu warnen. Zudem hat das stachelige Kerlchen seine Tarnung perfekt seiner Umgebung angepasst und bewegt sich auch nicht wie ein typisches Reptil. Somit wird er von Jägern aus der Luft nicht als potentielles Beutetier erkannt.


Natürlich sahen wir auch unzählige Kangurus und Vögel in den schillerndsten Farben. Mit dem Dingo, einer Mischung zwischen Wolf und Hund schlossen wir die Expedition in die Wüste ab und genossen zum Abschluss des Tages ein ausgezeichnetes Nachtessen hier im Hotel.


Morgen geht es durch die MacDonnell Ranges auf die 4-tägige Fahrt zum berühmten Uluru (Ayers Rock). Sowohl im Reiseführer als auch in den örtlichen Broschüren wird darauf hingewiesen, dass die Unterkünfte auf dieser Tour „rustikal“ seien und darum geniessen wir die Annehmlichkeiten unser heutigen Unterkunft noch umso mehr.



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