
Freitag, 13. Juli 2007
Aus zwei mach sechs: Eigentlich würde die Fahrt von Los Angeles nach San Diego etwas mehr als zwei Stunden dauern. Aufgrund der chronisch verstopften Strassen um LA und vor San Diego wurden leider sechs daraus. Dazwischen hatten wir jedoch eine fantastische Fahrt entlang der amerikanischen Westküste. Über die ca. 150 Kilometer reihen sich abwechslungsweise malerische Dörfer und eindrucksvolle Sandstrände aneinander.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, fuhren wir über die Coronado Bay Bridge nach Coronado, eine kleine Insel vor San Diego. Ihre Berühmtheit verdankt Coronado dem Marinestützpunkt sowie dem im viktorianischen Stil gebauten "Hotel del Coronado" (siehe Bild oben). Letzteres wurde 1888 als Kurhotel erbaut und war seither Handlungsort unzähliger Filme. Beispielsweise flohen dort 1958 Tony Curtis und Jack Lenon vor den "Freunden der italienischen Oper" in Billy Wilders Kassenschlager "manche mögen's heiss". Auch andere Berühmtheiten wie Thomas Edison, Marilyn Monroe oder Brad Pitt haben sich im Hotel-Gästebuch verewigt.
Während am einen Ende der Insel die eher gut betuchten Touristen in der Sonne baden, "geniessen" am andern Ende die US-Navy Seals die wohl härteste militärische Ausbildung der Welt. Nach dem vernichtenden Angriff auf Pearl Harbor gegen Ende des zweiten Weltkrieges mussten die amerikanischen Streitkräfte den Rest ihrer Pazifikflotte weiter südwärts stationieren, was die Geburtsstunde der Basis auf Coronado bedeutete.
Den Abend liessen wir im Gaslamp-Quarter, dem historischen Altstadtviertel San Diegos ausklingen, wo wir uns ein umfangreiches Nachtessen gönnten.
Morgen steht ein Besuch im Sea World auf dem Programm.