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Sandsturm

Samstag, 26. Mai 2012

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„Tomorrow it‘s gonna be very windy, there‘s a weather alert from 10 a.m. to 5 p.m!“ Als wir diese Radiomeldung hörten, dachten wir uns noch nicht besonders viel dabei. Als wir uns dann aber heute in aller Frühe aufmachten, den zweiten Teil des Arches Nationalparks zu erkunden, merkten wir sehr schnell, dass das Wetter seine Kapriolen schlagen würde. Am Radio wurden Böen bis 65 Meilen pro Stunde - also über 100 km pro Stunde - angesagt.


Trotzdem starteten wir unsere Wanderung zum ersten Tagesziel, dem Delicate Arch. Dieser Steinbogen ist das „inoffizielle Staatssymbol“ von Utah. Die Strecke führte über sandige Dünen und schroffe Felshänge, buchstäblich über Stock und Stein. Die Tatsache, dass wir vom Wind effektiv den Hang hinauf geschoben wurden, erachteten wir zu diesem Zeitpunkt noch als angenehm.


Auf einem schmalen Pfad kurz vor dem Ziel kam uns eine Japanerfamilie entgegen und der Vater warnte uns bereits vor: It‘s very windy up there, be carefull! Doch die Mühen waren jedes Sandkorn wert!


Oben angekommen, blies es uns fast aus den Schuhen. Der Wind war derart stark, dass wir uns - aus Sicherheitsgründen - bereits nach etwa fünf Minuten wieder auf den Rückweg machten. Nun hatten wir den Gegenwind im Gesicht, was bei den aufgewirbelten Sandkörnern auf der blanken Haut eine ziemlich schmerzliche Erfahrung wurde.


Das zweite Tagesziel war der Landscape Arch, der längste Steinbogen des Parks. Auch hier wähnten wir uns auf der Wanderung eher in einem Windkanal aus auf dem amerikanischen Festland. Zum ungewöhnlich starken Wind kam hinzu, dass dieser mit der Zeit begann, immer grössere Sandkörner und Steinchen durch die Luft zu schiessen.


Als wir nach dem Mittag wieder zurück im Hotel waren, hatten wir Sand an allen möglichen und unmöglichen Orten. Die Luft war je länger je mehr von einer roten Staubschicht erfüllt, und man sah zeitweise nur noch wenige Meter weit.


Als wir beim Nachtessen (erneut im phantastischen River Grill Restaurant unseres Hotels) unsere Kellnerin auf das Wetter ansprachen, antwortete diese: „It‘s the worst I have ever seen.“ Und wir waren natürlich mitten drin ;-)


Aufgrund eines Stromausfalls hier im Hotel, funktioniert wohl auch das Internet nicht mehr richtig. Diesen Beitrag werden wir daher wohl erst nach unserer morgigen Ankunft in Denver aufschalten können. Nach einer siebenstündigen Fahrt mit Zwischenhalt im Nobel-Skiort Aspen, sollten wir die Hauptstadt von Colorado morgen Abend erreicht haben.



<< zurück | Übersicht | weiter >>„Tomorrow it‘s gonna be very windy, there‘s a weather alert from 10 a.m. to 5 p.m!“ Als wir diese Radiomeldung hörten, dachten wir uns noch nicht besonders viel dabei. Als wir uns dann aber heute in aller Frühe aufmachten, den zweiten Teil des Arches Nationalparks zu erkunden, merkten wir sehr schnell, dass das Wetter seine Kapriolen schlagen würde. Am Radio wurden Böen bis 65 Meilen pro Stunde - also über 100 km pro Stunde - angesagt.


Trotzdem starteten wir unsere Wanderung zum ersten Tagesziel, dem Delicate Arch. Dieser Steinbogen ist das „inoffizielle Staatssymbol“ von Utah. Die Strecke führte über sandige Dünen und schroffe Felshänge, buchstäblich über Stock und Stein. Die Tatsache, dass wir vom Wind effektiv den Hang hinauf geschoben wurden, erachteten wir zu diesem Zeitpunkt noch als angenehm.


Auf einem schmalen Pfad kurz vor dem Ziel kam uns eine Japanerfamilie entgegen und der Vater warnte uns bereits vor: It‘s very windy up there, be carefull! Doch die Mühen waren jedes Sandkorn wert!


Oben angekommen, blies es uns fast aus den Schuhen. Der Wind war derart stark, dass wir uns - aus Sicherheitsgründen - bereits nach etwa fünf Minuten wieder auf den Rückweg machten. Nun hatten wir den Gegenwind im Gesicht, was bei den aufgewirbelten Sandkörnern auf der blanken Haut eine ziemlich schmerzliche Erfahrung wurde.


Das zweite Tagesziel war der Landscape Arch, der längste Steinbogen des Parks. Auch hier wähnten wir uns auf der Wanderung eher in einem Windkanal aus auf dem amerikanischen Festland. Zum ungewöhnlich starken Wind kam hinzu, dass dieser mit der Zeit begann, immer grössere Sandkörner und Steinchen durch die Luft zu schiessen.


Als wir nach dem Mittag wieder zurück im Hotel waren, hatten wir Sand an allen möglichen und unmöglichen Orten. Die Luft war je länger je mehr von einer roten Staubschicht erfüllt, und man sah zeitweise nur noch wenige Meter weit.


Als wir beim Nachtessen (erneut im phantastischen River Grill Restaurant unseres Hotels) unsere Kellnerin auf das Wetter ansprachen, antwortete diese: „It‘s the worst I have ever seen.“ Und wir waren natürlich mitten drin ;-)


Aufgrund eines Stromausfalls hier im Hotel, funktioniert wohl auch das Internet nicht mehr richtig. Diesen Beitrag werden wir daher wohl erst nach unserer morgigen Ankunft in Denver aufschalten können. Nach einer siebenstündigen Fahrt mit Zwischenhalt im Nobel-Skiort Aspen, sollten wir die Hauptstadt von Colorado morgen Abend erreicht haben.



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