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Scenic Views

Mittwoch, 5. November 2014

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Eigentlich hatten wir heute vor, bei Tagesanbruch aufzubrechen. Wir wollten die Tierwelt in der Morgendämmerung erleben aber der Wecker wurde heute Morgen im Hintergrund vom Rauschen der Regentropfen begleitet, welche auf das Dach unserer Lodge prasselten. Damit war schnell entschieden, uns noch eine weitere Mütze voll Schlaf zu gönnen.


Zwei Stunden später setzte sich bereits die Sonne durch und so fuhren wir bei mehr oder weniger angenehmen Temperaturen um die 30 Grad los zum Ubirr Rock. Der Ort ist berühmt für seine jahrtausende alten Felsmalereien und so machten wir uns auf Entdeckungstour.


Ein weiteres Highlight des Ubirr Rocks ist die Tatsache, dass man auf die Bergspitze klettern kann und von dort aus einen unbeschreiblichen Ausblick auf das umliegende Buschland hat.


Nach einem kleinen Zwischenstopp in Jabiru, einem Bergwerkstädtchen im Kakadu Nationalpark, erreichten wir kurz nach dem Mittag unser Hotel in Cooinda. Von hier aus werden wir morgen noch vor Tagesanbruch (voraussichtlich leider auch bei schlechtem Wetter) zur Yellow Water Cruise aufbrechen. Von dieser Bootstour erhoffen wir uns ein paar spektakuläre Bilder von Flora und Fauna.


Den Tag liessen wir dann wieder am Hotelpool ausklingen. Und herzlichen Dank für eure Kommentare via Facebook oder Whatsapp aber NEIN, das Meer ist von hier knapp 200 Kilometer entfernt. Schwimmen in den umliegenden Flüssen und Seen ist ebenfalls nicht ganz so eine gute Idee ;-)


Und zum Schluss noch dies...

Wie der Chief Compliance Officer der AKB schon feststellte, sollte man eine solche Reise auch zur Weiterbildung nutzen. Lieber Thomas, das haben wir natürlich schon fleissig getan. Hier ein paar nennenswerte Muster:


Kommunikation:


1. Während man in den USA auf ein „thank you“ ein nüchternes „mhm“ als Reaktion erhält, gilt hier die Standardfloskel „no worries“ oder „no worries, mate.“ Drum machen wir uns nun überhaupt keine Sorgen.


2. Die Strassen sind endlos lange und kaum befahren. Sollte es doch der Fall sein, dass man ausnahmsweise einmal ein Fahrzeug kreuzt, winkt man sich gegenseitig zu und ist gleichzeitig froh darüber, doch nicht ganz alleine auf dem Planeten zu sein.


3. Die Speisen werden den Touristen natürlich gerne erklärt. Gestern konnten wir am Nachbartisch mit dem folgenden Gespräch australische Realsatire miterleben:

           Kellnerin: „Our special is ,Barramundi‘ today“

           Tourist: „Sounds good, what‘s that?“

           Kellnerin: „It‘s a fish.“

           Tourist: „Ok. What kind of fish?“

           Kellnerin: „Well, it‘s just... Barramundi. That‘s what it is.“

           Noch Fragen? :-)


4. Der Dialekt ist schon ein kleines Bitzli gewöhnungsbedürftig. Als uns das Fahrzeug bei Mietantritt erklärt wurde, lernten wir „it‘s a deeeee-iesel.“ (wird „Deeeeeeeeeeeeeeeeeeisel“ ausgesprochen) Aha!


Die Geister von damals und heute:

Schon die Ureinwohner nannten hier gewisse Gebiete „Land of Sickness“ also „Land der Krankheiten“, wo man sich besser nicht länger als nötig aufhalten sollte. Jeder, der dort zu lange verweilte, wurde in absehbarer Zeit schwer krank und erlitt im schlimmsten Fall den Tod.

Die moderne Erklärung für dieses Phänomen ist der Boden, der eine hohe Konzentration an Arsen, Quecksilber, Blei und radioaktivem Uranoxid enthält. Also tatsächlich keine allzu lebensfreundliche Umgebung.


Tierwelt:

Wir haben schon viele Kängurus gesehen! Ausnahmslos alle tot am Strassenrand oder mitten auf der Fahrspur...



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